Selbstverständlich verfügt auch ein kleines Bundesland wie das Burgenland über eine organisierte Politik. In unserer Heimat gibt es viele Themen, die besondere Aufmerksamkeit auf sich ziehen, zum Beispiel die Arbeitspolitik, da sich unter unseren Einwohnern viele Pendler oder Arbeitssuchende befinden. Auch die Asylpolitik spielt für uns als Grenzgebiet eine wichtige Rolle.

Wir möchten Ihnen einen kurzen Einblick in unsere Regierung geben:

Unsere Landesregierung ist aus sieben Mitgliedern zusammengesetzt. Seit der Landtagswahl im Jahre 2000 werden vier Mitglieder von der SPÖ gestellt (Sozialdemokratische Partei Österreichs). Drei Mitglieder sitzen stellvertretend für die ÖVP im Landtag (Österreichische Volkspartei). Auch seit 2000 ist Hans Niessl (SPÖ) Landeshauptmann. Mit Hilfe der Abgeordneten der Grünen wurde er in dieses Amt gewählt.

In den letzten Jahren war die SPÖ die stärkste Partei im Burgenland. So erreichte sie etwa bei den Landtagswahlen im Jahre 2005 die absolute Mehrheit. Auch innerhalb der Gemeinderatswahlen 2007 konnte sich die Partei, trotz leichter Verluste, als stärkste Kraft durchsetzen.

Wie auch sonst überall gilt in der Politik die gleiche Devise auch im Burgenland: Man kann nur etwas verändern, wenn man sich für etwas einsetzt. Aus diesem Grund möchten Parteien gerade auch junge Menschen dazu mobilisieren, sich für die Politik einzusetzen. In jungen Menschen steckt viel Potenzial, ihre Wünsche sollten zur Sprache gebracht und angehört werden. Hoffen wir, dass wir in Zukunft auch etwas von jüngeren Politikern hören!

Kirchenaustritte

Wie Sie vielleicht den Medien entnehmen konnten, gab es im Jahre 2009 1033 Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind. Somit wurde im letzten Jahr erstmals die Marke von 1000 Austritten überschritten. Trotz dieser Zahlen sind auch heute noch die meisten Bewohner des Burgenlandes Katholiken, nämlich 72,94%.

Als Gründe für die Austritte werden vor allem die Abkehr von der Institution Kirche genannt. Als Beispiel nannten die Diözese amtskirchliche Entscheidungen, die bei den Bürgern zu Missfallen geführt hätten. Man schließt jedoch auch finanzielle Gründe als Folgen der Wirtschaftskrise nicht aus.