Lange Zeit galt das Burgenland als wirtschaftlich unterentwickelt, um Vergleich zum restlichen Österreich und den westlichen und nördlichen EU-Staaten. Die Industrie wurde hier nie richtig heimisch, was sich unter Umständen dadurch erklären lässt, dass das Burgenland am östlichen Rand liegt und infrastrukturell vernachlässigt wurde. Mittlerweile gibt es jedoch drei Wirtschaftszweige, um die es ganz gut bestellt ist: Landwirtschaft, Tourismus und Energie.

Tourismus wächst

Landwirtschaft bedeutet im Burgenland neben klassischer Acker- und Viehwirtschaft auch Weinbau. Neben Niederösterreich ist es das gefragteste Weinbaugebiet in Österreich. Durch das milde Klima und die hochwertigen Böden können hier zahlreiche Sorten angebaut werden, etwa Blaufränkisch, Weißburgunder, Welschriesling und Zweigelt. Nicht nur in Österreich, sondern in der ganzen Welt werden die Weine gerne getrunken und sind zusätzlich ein Touristenmagnet: Winzerhöfe mit ihren traditionellen Unterbringungsmöglichkeiten, Weinproben und der Möglichkeit, den Weinanbau mal live zu erleben, sind sehr beliebt. Darüber hinaus kommen viele Gäste aufgrund der Natur und den vielen Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. Der Tourismus bringt den Einheimischen nicht nur Geld, sondern auch eine gute Auswahl an Berufsmöglichkeiten, etwa in der Gastronomie, als Reiseveranstalter oder Trainer für eine der Sportarten. Die Zahl der jährlichen Übernachtungen wächst jedenfalls beständig und neue Projekte werden regelmäßig geplant und angegangen.

Ideal für Windenergie

Wirtschaft und Politik plant, Burgenland in absehbarer Zeit zu 100% durch Windenergie zu versorgen. Momentan sind einige größere Windparks in Bau. Ökonomisch profitiert davon nicht nur der Technologiesektor, sondern auch Unternehmen aus der Baubranche, etwa der Hebebühnenverleiher System Lift (http://www.systemlift.de/) und Bauern, die ihr Land verpachten. Viele Burgenländler konnten hier Arbeit finden und müssen daher nicht mehr in die Österreichischen Ballungszentren pendeln, was nicht unüblich ist: Aktuell gibt es viele, die tage- oder wochenweise beispielsweise nach Wien fahren, um dort ihr Geld zu verdienen. Eine Entwicklung der burgenländischen Wirtschaft würde für sie bedeuten, mehr Zeit in der Heimat verbringen zu können.